Unspoken, das ACT-Debüt des aus dem Iran stammenden, in Wien lebenden Gitarristen Mahan Mirarab, öffnet eine ganze Welt voller tief empfundener Geschichten zwischen Ost und West, Dunkelheit und Schönheit, Trauer und Freude. Und es offenbart einen zutiefst menschlichen, innigen, sensiblen Blick auf eine Zeit voller Spannungen und Widersprüche. Solo an der Doppelhalsgitarre sowie auf einigen Stücken zusammen mit Kian Soltani (Cello), Lars Danielsson (Kontrabass) und Golnar Shahyar (Gesang) zeichnet Mirarab auch seine persönliche musikalische Reise nach: Jazz verbindet sich mit Einflüssen klassischer und folkloristischer Musik aus dem Iran, mit europäischer Kammermusik und liedhaften Elementen.
Geboren wurde Mahan Mirarab in Teheran. Dort lernte er zunächst Klavier und Gitarre, mit 14 Jahren spielte er Bass in einer Pink-Floyd-Coverband. Durch die Teheraner Underground-Szene kam Mahan Mirarab intensiver mit westlicher Musik wie Jazz und Progressive Rock in Berührung. Die Ressourcen dafür waren damals sehr begrenzt, Aufnahmen gab es vor allem in Form von auf dem Schwarzmarkt gehandelten Kassetten. Über diese entdeckte Mahan Mirarab die Musik amerikanischer Jazzmusiker wie Bud Powell, Chick Corea oder George Benson. Er hörte deren Musik so oft, dass er bald jedes einzelne Solo mitsingen konnte und schließlich für die Gitarre transkribierte. Dies alles war ein beachtliches Risiko, wie sich Mahan Mirarab erinnert: „Musikkassetten zu besitzen war strafbar. Ich hatte einen Freund, der wegen eines kopierten Jazz-Tapes im Gefängnis landete.“ Doch die Neugier auf die unbekannte Musik war stärker. Unter anderem spielte Mahan Mirarab in einer Weather-Report-Coverband, die vor allem in Botschaften auftrat. Der österreichische Botschafter in Teheran war großer Joe-Zawinul-Fan und half Mahan Mirarab, der sich längst entschlossen hatte, die (Musik-)Welt jenseits seines Heimatlands zu entdecken, bei der Ausreise. So verschlug es Mirarab im Jahr 2009 nach Wien, wo er bis heute lebt.
Dort entschied sich Mahan Mirarab, der zuvor im Iran Architektur studiert hatte, gegen ein Musikstudium. Er wollte lieber die Szene kennenlernen, eigene Projekte starten und vor allem die Musik spielen, die ihm persönlich entsprach, fern von institutionellen Strukturen. 2009 nahm er sein erstes Trio-Album auf, das sich mit einer persischen Perspektive auf Jazz beschäftigte. Dadurch fand er langsam Zugang zur Szene, spielte Konzerte in lokalen Jazzclubs sowie kleineren Festivals und knüpfte wichtige Kontakte. Erste internationale Erfahrungen folgten und schließlich wurde ein gemeinsames Projekt mit seiner Frau, der Sängerin Golnar Shahyar, zu einem internationalen Erfolg, mit Konzerten weltweit und wachsender Aufmerksamkeit. Gleichzeitig verstärkte sich für Mahan Mirarab das Gefühl, sich nur behaupten zu können, wenn er stets alle Facetten seines Könnens als Musiker und Komponist unter Beweis stellte. Dieser Anspruch entstand eher unbewusst und war stark von seinem Umfeld geprägt – als eine Art Überlebensstrategie, die ihn dazu brachte, sich ständig zu perfektionieren.
Als ACT-Chef und Produzent Andreas Brandis auf Mahan Mirarab aufmerksam wurde, schickte dieser dann auch gleich einen ganzen Berg an unterschiedlichstem Material an das Label. Doch es war eine kleine Solo-Skizze, bei der es Klick machte: „Unter den Stücken, die ich geschickt hatte, war auch ‚first idea‘“, erinnert sich Mahan Mirarab, „und Andreas Brandis und Michael Gottfried von ACT sagten ziemlich schnell: Das ist es, lass uns hier tiefer eintauchen und ein ganzes Soloalbum zusammen produzieren. Ich empfand das als sehr befreiend, wie eine Erlaubnis, nicht immer alles zeigen zu müssen, zu dem ich in der Lage bin, sondern einfach nur ich selbst sein zu dürfen.“ Mahan Mirarab und Andreas Brandis trafen sich mehrmals persönlich, auch einmal in Paris, telefonierten und besprachen eine Menge Solo-Ideen, die schließlich die Basis für das Album Unspoken bildeten.
In diesem gemeinsamen Prozess entstand auch die Idee, für einige Stücke des Albums Gäste einzuladen: Der klassische Cellist Kian Soltani stammt ebenfalls aus dem Iran, und Mahan Mirarab beschreibt weitere wichtige Gemeinsamkeiten: „Kian ist ein perfekter klassischer Cellist, aber er kann auch wirklich gut improvisieren. Und er ist ein toller Komponist. Ich habe Cello-Linien für ihn geschrieben, und er hat diese komplett neu arrangiert und generell viel Kreativität mitgebracht.“ Mit Bassist Lars Danielsson ist Mahan Mirarab schon lange vertraut, nur getroffen haben sich die beiden erst jetzt. „Lars kenne ich seit meiner Zeit im Iran, ich meine von einer Aufnahme mit John Abercrombie. Später habe ich viele seiner Kompositionen gelernt, einfach für mich selbst, weil ich sie so gut fand. Sowohl in seinen Kompositionen wie auch in seinen Improvisationen hat Lars dieses unglaubliche Bewusstsein für Dynamik, Harmonie und Raum in der Musik. Mir war es wichtig, ihn auch als Mensch kennenzul
Questions fréquentes sur ce concert
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Cette page fournit des informations détaillées sur le concert de Mahan Mirarab 'Unspoken' (IRN/I/A) qui aura lieu au Porgy & Bess à Vienne le 13 Sept 2026.
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Le concert aura lieu au Porgy & Bess, situé au 38 Landstrasser Hauptstrasse à Vienne, en Autriche.
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Le concert de Mahan Mirarab 'Unspoken' (IRN/I/A) est prévu le 13 Sept 2026 au Porgy & Bess à Vienne.
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Oui. Cette page est exclusivement dédiée au concert de Mahan Mirarab 'Unspoken' (IRN/I/A) au Porgy & Bess le 13 Sept 2026.
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Cet événement est classé comme Concert live et propose des genres musicaux comme Jazz, Progressive, Rock.
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