......opulenter und etwas gediegener spielt Max Nagl seine Vielseitigkeit mit seinem Ensemble aus, das jährlich im Wiener Jazzclub Porgy & Bess ein Konzert gibt. Auf dem Livealbum „Vol.5“ kreieren die zehn Musiker und Musikerinnen ein streichersüss wogendes und stets abenteuerliches Musikerlebnis. Da überlagern sich Einflüsse aus der südosteuropäischen Klezmer-Musik mit blasmusikalisch verwegenen und jazzigen Arrangements, folkloristischer Färbung und New Orleans Bläserfreude, Grooves und Melodien. Die Ereignisse jagen sich wie in einem Action-Film, handkehrum blitzt Humor um die Ecke oder schwelgt das Orchester durch sehnsuchtsvolle Harmonien. (Pirmin Bossart - Jazz ´n´More)
Mittlerweile sind wir bei „Vol.6“. Ein Mitschnitt vom letzten Jahr wird bei diesem Konzert auf CD erscheinen.
Im Wiener Porgy & Bess entstand 2022 ein Livemitschnitt voller bläserstarker Kompositionen. Nagl führt durch die Welt von „Gangster“, „Auzinger“ oder „Plattinger“, verquer arrangierter Zirkusmusiken wechseln mit trauerkondukt-ähnlichen Kompositionen. Ein bestens vorbereitetes zehnköpfiges Ensemble gestaltet die an Gustav Mahler und Werner Pirchner erinnernde, herrlich kurvenreiche, wiederholt rasante Fahrt mit Free Music-Spiellaune. Jeder übernimmt mehrere Aufgaben, manchmal meint man, einer weit größer besetzen BigBand zuzuhören. (Wolfgang Gratzer, Jazzpodium)
Gangsta Parade in der Wildnis des Anninger
Mit eiserner Konsequenz zieht Max Nagl seinen Plan der Einwort-Titeln für seine Stücke durch. „Parade“, „Bausch“, Anninger“, „Wildnis“, „Cargo“, „Gangsta“ etc.
Und noch eins zieht er bemerkenswert durch: den kultivierten Wildwuchs von Stilen, mit den Ohren eines Jazzverwurzelten behört, die, unter gestrenger „Naglprobe“, ein unverkennbares, kunterbuntes Eigenleben führen. Nun war´s wieder soweit zum „Once In A Club-Year“-Konzert aufzurufen. Zum Einstieg zelebrierte das Kollektiv eine genüssliche Andeutung einer Mariachi-Parade. Das Stück könnte „Sombrero“ oder „Clavo“ heißen. Man weiß es nicht genau. Unmittelbar war die überbordende Spielfreude, die die gesamte Performance durchzog, entfesselt. Es folgte eine Art Eisler/Weill-Cocktail in einer süffigen Mischung. Plötzlich diskutierten Nino Rota und Ennio Morricone fellinische Bilderfluten. Sodann jubilierte Zirkusmusik – Paraphrasen, wie sie Willem Breuker oder Hannes Zerbe nicht besser hätten inszenieren können. Ein bisschen Klezmerism. Blasmusikalischer Furor mit speziell oberösterreichischer Note und ein wenig „Manhattan-Rock“-Cholerik durften auch nicht fehlen. Jetzt wird folglich durch Nagls musikalisches Können und Verstehen, seiner Offenheit nach allen Seiten bestimmt, warum Aggregatzustand und Architektur der Musik, inhaltlich derart eloquent und relevant, die Erkenntnisvermögens- und die Emotionsebene gleichermaßen rühren – Hirn mit Ei also. Mit jenem kauzig, humorigen Eigensinn, seriös fundiert, montiert Nagl all die charakterisierenden Versatzstücke und Entlehnungen in seine Klangwelten. Dort tummeln sich in ausgefeilten, labyrinthischen Arrangements bizarre harmonische Wendungen, satte Polyphonie in dichtem Gewebe, kontrapunktische Stimmzüge im Dialog der Streich- und Blasinstrumente, Tempowechsel im Freudentaumel. Kernpunkt: die biegsame, sprechend wirkende Melodik. Grundiert anhand rhythmischer Geradlinigkeit, die sich da und dort verzwickte „Einfüllungen“ erlaubt. Als Spannungs-Crescendo. Raum für improvisatorischen Einzelenthusiasmus steht in Nagls Konzept so und so außer Frage. Im Großformat unterliegt dieser Freiraum fokussierter Bemessenheit. Da dies auch für die Stücklänge gilt. Features waren für alle MusikerInnen vorgesehen. Geprägt von klassischer Intonation, Bluesgetränktheit, hymnischer Beseeltheit, eleganter, andererseits hitziger Jazzphrasierung, elektronischen Glissandi, magischer Trommelei und persönlichem Dialekt. Nagl weiß dies für die Vielschichtigkeit seiner Musik mit großen Ohren zu nutzen. Einfallsreichtum respektive Originalität waren in allen Momenten präsent.
Unterm Strich: feinster chromatisch-diatonischer Wahnsinn fußend auf erstklassiger kompositorischer Kompetenz. MAXimalistisch. (Hannes Schweiger, über das Konzert vom Januar 2022)
Häufige Fragen zu diesem Konzert
Wofür ist diese Konzertseite?
Diese Seite bietet detaillierte Informationen zum Konzert von Max Nagl Ensemble (A/USA/AUS), das am 9 Feb 2026 im Porgy & Bess in Wien stattfindet.
Wo befindet sich die Konzertlocation?
Das Konzert findet im Porgy & Bess statt, Adresse: 38 Landstrasser Hauptstrasse, Wien, Österreich.
Wann findet das Konzert statt?
Das Konzert von Max Nagl Ensemble (A/USA/AUS) findet am 9 Feb 2026 im Porgy & Bess in Wien statt.
Ist diese Seite nur für dieses eine Konzert?
Ja. Diese Seite ist ausschließlich dem Konzert von Max Nagl Ensemble (A/USA/AUS) im Porgy & Bess am 9 Feb 2026 gewidmet.
Welche Art von Konzert ist das?
Dieses Event gehört zur Kategorie Live-Musik und umfasst Musikrichtungen wie Jazz, Rock.
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Warum findet dieses Konzert im Porgy & Bess statt?
Porgy & Bess veranstaltet regelmäßig Konzerte der Kategorie Live-Musik und eignet sich gut für diese Art von Event.